Häufig gestellte Fragen
Aufnahme & Aufnahmevoraussetzungen
Wie melde ich mein Kind im Waldkindergarten an?
Bei Interesse trage bitte Dein Kind zunächst in unsere Interessentenliste ein:
Benötigte Daten für die Absendung:
- Name der Erziehungsberechtigten
- Name und Geburtsdatum des Kindes
- Wohnadresse zum gewünschten Eintrittszeitpunkt
- Gewünschtes Eintrittsjahr (Aufnahme jeweils ab September)
- Kontaktdaten (Telefonnummer & E-Mail-Adresse)
- Präferenz für eine Gruppe (Schluchtgruppe oder Seewiesgruppe)
Wie läuft das Auswahlverfahren ab?
Zum Jahresanfang vor dem gewünschten Betreuungsbeginn nehmen wir per E-Mail oder Telefon Kontakt auf und vereinbaren einen gemeinsamen Schnuppertermin. An diesem Vormittag begleitest Du und Dein Kind die Gruppe im Wald. Das bietet Raum für ein gegenseitiges Kennenlernen, Einblicke in das Konzept und Praxiserfahrungen im Waldalltag. Nach den Schnupperterminen vergeben wir die verbindlichen Plätze für das kommende Kindergartenjahr. Die Zusagen erfolgen in der Regel im Frühjahr (März/April).
Nach welchen Kriterien werden die Plätze vergeben?
- Wohnort: In unserem Waldkindergarten sind alle Kinder herzlich willkommen – ob aus Feldafing oder aus den Nachbargemeinden wie Pöcking, Traubing und Tutzing.
- Gruppenwunsch: Wünsche bezüglich einer bestimmten Gruppe fließen nach Möglichkeit in die Planung ein.
- Entwicklungsstand: Wichtig ist, dass das Kind die nötige Kindergartenreife mitbringt. Das ideale Einstiegsalter liegt häufig bei etwa 3 bis 3,5 Jahren, da etwas ältere Kinder die Wege im Wald und die unterschiedlichen Wetterbedingungen oft schon leichter bewältigen können. Entscheidend ist jedoch immer die individuelle Entwicklung und die Bereitschaft des Kindes, den Alltag im Waldkindergarten zu meistern.
- Sauberkeit: Die Sauberkeitsentwicklung sollte zum Zeitpunkt des Eintritts weitgehend abgeschlossen sein.
Wann ist ein Kind reif für den Waldkindergarten?
Beim Schnuppertermin achten die Fachkräfte besonders auf die körperliche Entwicklung des Kindes. Der Waldalltag stellt spezifische Anforderungen: Das selbstständige Zurücklegen längerer Gehstrecken, das Tragen des eigenen Rucksacks und der Umgang mit wechselnden Witterungsbedingungen (Kälte, Nässe, Hitze) setzen eine gewisse Belastbarkeit voraus.
Besonders der erste Winter erfordert Eigenbewegung, um trotz passender Kleidung warm zu bleiben. Sehr jungen Kindern (unter oder knapp 3 Jahre) fällt dies oft noch schwer. Ein ausgewogener körperlicher Entwicklungsstand sorgt dafür, dass sich das Kind im Wald wohlfühlt und aktiv am Geschehen teilnehmen kann.

Alltag & Konzept
Sind die Kinder immer im Wald?
Grundsätzlich verbringen wir jeden Tag im Wald und auf den Wiesen. Die Kinder erkunden wechselnde Plätze in der Natur. Ausnahmen bilden lediglich gezielte Ausflüge, Aktionstage sowie extreme Unwetterlagen.
Was passiert bei extremen Wetterverhältnissen?
Die Sicherheit der Kinder steht an erster Stelle. Bei Unwetterwarnungen, Sturm oder Gewitter haben wir in feste Ausweichquartiere. An sehr kalten Wintertagen dient unser beheizbarer Bauwagen als Rückzugsort zum Aufwärmen.
Ist der Waldkindergarten für jedes Kind geeignet?
Ja. Der Aufenthalt in der Natur fördert die Motorik, Wahrnehmung, Selbstständigkeit und sozialen Fähigkeiten aller Kinder gleichermaßen. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wichtig ist vor allem, dass Kind und Eltern Freude am Draußensein mitbringen.
Womit spielen die Kinder im Wald?
Die Natur bietet unerschöpfliches Material: Stöcke, Steine, Zapfen, Erde und Wasser regen Phantasie, Rollenspiele und Erfindergeist an. Ergänzend stehen altersgerechte Naturwerkzeuge (z. B. Kindersägen, Schnitzmesser, Feilen) unter Anleitung zur Verfügung. Im Bauwagen befinden sich zudem Bücher, Malsachen, Bausteine und Gesellschaftsspiele. Neben dem freien Spiel gibt es tägliche Angebote wie Vorleserunden, Musik, Experimente und Handarbeiten.
Wie läuft die Verpflegung (Brotzeit) ab?
Die Kinder bringen ihre Brotzeit und Getränke im eigenen Rucksack mit. Wir achten auf eine gesunde, ausgewogene und möglichst müllfreie Verpflegung. Im Winter empfehlen wir warme Getränke in Thermoflaschen. Die Brotzeit findet gemeinsam an geschützten Plätzen statt. Lebensmittel werden stets sicher verpackt, um keine Waldtiere anzulocken.
Sicherheit, Hygiene & Umwelt
Gehen ohne Zäune oder Wände keine Kinder verloren?
Klare Regeln, ein fester Tagesablauf und die überschaubare Gruppengröße bieten den Kindern Orientierung. Wir nutzen fest definierte Wege und Haltepunkte. Eine wichtige Grundregel lautet: An vereinbarten Sammelpunkten warten alle Kinder, bis die Fachkräfte eingetroffen sind und das Signal zum gemeinsamen Weitergehen geben.
Wie schützen wir uns vor Zecken, Fuchsbandwurm und Giftpflanzen?
Zecken: Lange Kleidung, feste Schuhe und Kopfbedeckungen bieten guten Schutz. Wir empfehlen, die Kinder nach dem Kindergartentag zu Hause gründlich abzusuchen.
Fuchsbandwurm & Hygiene: Vor jedem Essen werden die Hände mit dem mitgebrachten Waschlappen gewaschen.
Giftpflanzen & Pilze: Das Pflücken und Essen von Waldfrüchten oder Pilzen ist grundsätzlich untersagt. Die Kinder werden regelmäßig über die bei uns vorkommenden Giftpflanzen informiert und lernen, die Pflanzen zu erkennen und zu unterscheiden.
Was passiert im Notfall?
Die pädagogischen Fachkräfte sind für Erste Hilfe im Outdoor-Bereich geschult. Sie führen stets ein Notfall-Handy, Notfallkontakte aller Eltern sowie ein umfassendes Erste-Hilfe-Set mit. Bei Bedarf können Rettungsdienste oder Eltern sofort benachrichtigt werden.
Wo gehen die Kinder auf die Toilette?
Unser Waldkindergarten-Alltag findet mitten in der Natur statt – das gilt auch für den Toilettengang. Für das große Geschäft wird mit einer Schaufel eine kleine Grube gegraben und anschließend wieder sorgfältig mit Erde bedeckt.
Entwicklung, Sauberkeit & Schulvorbereitung
Können Kinder im Waldkindergarten Windeln tragen?
Da das Wickeln im Freien besonders in den kälteren Monaten aufwendig ist, ist eine weitgehende Selbstständigkeit beim Toilettengang von Vorteil. Befindet sich ein Kind im Übergang zum Trockenwerden, unterstützen die Fachkräfte diesen Prozess individuell. Wechselkleidung wird im Rucksack und Bauwagen aufbewahrt.
Wie kommen Waldkinder später in der Schule zurecht?
Studien und Praxiserfahrungen zeigen, dass Waldkinder den Schulübergang sehr gut meistern. Der ausgiebige Freiraum stärkt Konzentrationsfähigkeit, Frustrationstoleranz, Motorik und Sozialverhalten. Die Vorschulbildung ist fester Bestandteil des Alltags und wird im letzten Kindergartenjahr durch gezielte Vorschulprojekte, Ausflüge und Kooperationen mit Grundschulen ergänzt.
Ausrüstung & Organisation
Welche Kleidung und Ausrüstung wird benötigt?
Bewährt hat sich das Zwiebelprinzip (mehrere Schichten übereinander):
- Sommer: Leichte, lange Kleidung (Zeckenschutz), feste Schichtschuhe, Sonnenschutz und Cappy.
- Herbst/Winter: Wasserdichte Matschkleidung, gefütterte Wanderschuhe, Thermounterwäsche sowie Mütze und wasserabweisende Handschuhe (plus Ersatzhandschuhe im Rucksack).
- Rucksack: Ein gut sitzender Kinderrucksack mit Brustgurt für Brotzeit, Sitzmatte und Wechselkleidung.
Wie läuft das Aufnahmeverfahren ab?
Interessierte Eltern können sich für die Interessentenliste eintragen.
Die Vergabe der Plätze richtet sich nach freien Kapazitäten, dem Anmeldedatum sowie einer ausgewogenen Altersstruktur. Die Hauptaufnahme erfolgt im Herbst; unterjährige Aufnahmen sind bei freien Kapazitäten möglich.
Wie kann der Waldkindergarten unterstützt werden?
Möglichkeiten zur Unterstützung bieten eine Fördermitgliedschaft im Trägerverein, ehrenamtliches Engagement bei Arbeitseinsätzen sowie Geld- oder Sachspenden. Wir freuen uns über jede Form des Mitwirkens! Nähere Infos findest du hier.
